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Tagging (alias “Verschlagwortung” bzw. “Annotation”) ist spätestens seit dem Web 2.0 ein gängiger Begriff. Gemeint ist das Beschreiben von zumeist unstrukturierten Webseiten mit Hilfe von “Schlagworten” oder eben neudeutsch mit “Tags”.

Wird das Tagging nun gemeinsam (kollaborativ) im Web durchgeführt, wird also ein und dasselbe Web-Dokument mehrmals von verschiedenen Usern getaggt, spricht man vom “Social Tagging” (oder auch vom “Collaborative Tagging”). Das Resultat dieses Vorgangs wird anschaulich als so genannte TagCloud präsentiert, das u.a. dabei hilft, schnell einen Eindruck vom Inhalt der getaggten Ressource zu bekommen.

TagClouds repräsentieren eine Folksonomy, die gerne als Ersatz oder gar als bessere Alternative zu Taxonomien bzw. Thesauri ins Spiel gebracht werden, wenn es um die Wissensorganisation geht. Wodurch zeichnen sich Folksonomies nun  gegenüber anderen Möglichkeiten der Indexierung aus?

  • kein zugrundeliegendes Wissensmodell, keine Vorarbeit nötig
  • zumeist keine Syntaxregeln bei der Formulierung der Tags
  • Tag-Systeme sind einfach zu bedienen
  • Vorschläge via Autocomplete möglich: Tags anderer User (oder eigene Tags) werden angezeigt
  • Kaum Möglichkeiten der Disambiguierung, doppeldeutige Tags können nicht unterschieden werden
  • sehr eingeschränkte Möglichkeiten, die semantischen Beziehungen der Tags untereinander ausdrücken zu können
  • eingeschränkte Möglichkeiten Tags mit Konzepten aus dem Semantic Web (z.B. DBpedia) verknüpfen zu können

Die Vorteile der Web 2.0-typischen Tagging-Systeme für Anwendungen im Internet liegen auf der Hand: Da das Web ohnedies überaus heterogene Inhalte zu verarbeiten hat und die User nur relativ selten Tagging-Systeme nutzen, überwiegen die Vorteile der Folksonomy gegenüber allen konzept-basierten Tagging-Systemen (siehe dazu: Concept Tagging als zentraler Baustein einer Semantic Enterprise Architektur) immer dann, wenn das System auf großen Userzahlen basiert. Beim Vergleich von delicious mit Faviki – einem Tag-basierten bzw. Konzept-basierten System, wird jedoch augenscheinlich, welche Vorteile entstehen, wenn nicht “einfach” mit irgendwelchen Zeichenketten getaggt wird, sondern hinter jedem Schlagwort Konzepte, in diesem Fall aus der DBpedia stammen:

  • Disambiguierung wird möglich, das Verschlagworten wird so präziser
  • die Tags stehen zueinander in einer Beziehung – dank eines dahinterliegenden Thesaurus
  • Vorschläge via Autocomplete sind auch ohne große Userzahlen möglich
  • Interoperabilität: die verwendeten Tags beziehen sich von Haus aus auf Ressourcen, die auch in anderen Semantic Web Anwendungen verwendet werden
  • das zugrundeliegende Wissensmodell musste zunächst erarbeitet werden, ist im Falle “Faviki” jedoch als Open Data verfügbar

Speziell für ein Enterprise 2.0 Szenario liegt jedoch auf der Hand, dass Tagging besonders dann effizient eingesetzt werden kann, wenn ein unternehmensweites kontrolliertes Vokabular, z.B. in Form eines Corporate Thesaurus vorliegt. Sind erst einmal Business-Objekte wie

  • Produkte
  • Regionen
  • Wissens-Themen
  • Skills
  • Technologien etc.

mit eindeutigen Identifikatoren (z.B. als URIs) bezeichnet, mit aussagekräftigen (mehrsprachigen) Labels bezeichnet und semantisch zueinander in Beziehung gesetzt, so bekommt semantische Datenintegration eine konkrete Handlungsebene:

Werden Dokumente unternehmensweit mit eindeutig identifizierbaren Konzepten, statt mit einfachen Tags verknüpft, so wird eine Enterprise Search zur Realität

Und die gute Nachricht am Schluss: Der Aufwand, Dokumente mit Konzepten statt mit “einfachen Tags” zu annotieren ist gleich hoch. Mit Hilfe so genannter Tag Recommender bemerkt der End-User gar nicht, dass seine Tags eigentlich eine URI besitzen. Vielmehr wird der belohnt durch leistungsfähige Zusatzfunktionalitäten wie Similarity Search (“Suche nach ähnlichen Dokumenten”) und semantische Suche.

Kurze Demo gefällig? Registrieren Sie sich hier für den 30.6.2010!

Auf dem Atlassian Summit in San Francisco wurde am 10. Juni 2010  die neueste Version von GreenHopper vorgestellt. Ab sofort ist das JIRA Plugin in der Version 5.0 erhätlich. Dieses Plugin unterstützt Agile Softwareentwicklung innerhalb von JIRA durch einen erweiterten Funktionsumfang. Hier ein paar wesentliche Merkmale von GreenHopper:

  • Agile Development um Entwicklungsprozesse zu optimieren
  • Scrum: umfangreiche Features wie Backlog-Manager und Sprintplaner
  • Kanban: Optimierung von Entwicklungs-Workflows mit Hilfe von Kanban-Boards
  • Backlog Management
  • Sprint & Release-Planung
  • Task und Time Tracking
  • Charts & Reporting wie z.B. Burndown

Die neue Version 5 verfügt gegenüber älterer Versionen von GreenHopper über ein komplett neu überarbeitetes Userinterface welches die Bedienung der Anwendung noch einfacher macht. Die aktuelle Version kann zusammen mit JIRA 4.2  mit der günstigen Starter Lizenz um nur USD 20,00 erworben werden. Man bekommt hierfür eine funktional uneingeschränkte Version der beiden Softwareprodukte die nur in der Anzahl der Useraccounts (max. 10 User) beschränkt ist.

Atlassians JIRA ist nicht nur ein mächtiges Bug Tracking und Issue Management System, sondern eignet sich auch hervorragend für den Einsatz im Change-Management. JIRA hat keine spezifischen “Out Of The Box” Funktionen um als Change-Management  System eingesetzt werden zu können. Die Flexibiltät von JIRA ermöglicht es jedoch, ohne großen Aufwand und in kürzester Zeit einen Workflow für den individuellen Business Prozess abzubilden. Somit unterstützt JIRA nicht nur Bug Tracking und Issue Management Prozesse sondern auch hervorragend andere Business Prozesse wie z.B. Change-Management oder Help-Desk – ohne großen Aufwand betreiben zu müssen.

Schon gesehen? Teil 2 dieser Serie: Entdeckung des Menschen

Was bisher geschah…

  1. Es geht nicht mehr nur darum, das beste Dokument zu lesen, sondern vor allem darum, den besten Ansprechpartner zu finden.
  2. Mit Social Software können wir Netzwerke aufbauen, pflegen und anderen transparent machen. Doch der erfolgreiche Einsatz erfordert die richtigen kulturellen, technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen.
  3. Hier endet Web 2.0 und Enterprise 2.0 betritt die Bühne: Rahmenbedingungen müssen aktiv gestaltet werden.

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Schon gesehen? Teil 1 dieser Serie: Revolution des Wissens: Der Wikipedia Irrtum

Was bisher geschah…

  1. Wissen zu teilen ist immer freiwillig, niemand kann dazu gezwungen werden.
  2. Wir teilen Wissen, wenn wir das richtige Publikum haben, das uns motiviert und Kontext schafft.
  3. Social Software allein ist nicht die Lösung für die alten Probleme des Wissensmanagement.

Gibt es ein neues Wissensmanagement?
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Lisa arbeitet in der Produktion. Brad arbeitet in der Entwicklung. Beide arbeiten für einen großen Zulieferer der Automobilindustrie. Lisa und Brad arbeiten 10.000 km voneinander entfernt an den selben Problemen. Sie kennen sich nicht. Sollten Sie aber. Das ist eigentlich die Aufgabe von Klaus dem Wissensmanager.

Klaus hat schon viel versucht, um Lisa und Brad zusammen zu bringen. Groupware Fileserver Incentives Taxonomien Wissensmanagement Prozess Wissensdatenbank Yellow Pages, doch geholfen hat es wenig. An Brad und Lisa liegt es nicht? Denn beide teilen gerne Wissen. Wir alle teilen gerne Wissen wenn wir das richtige Publikum haben.

Mehr als 80% der Internetnutzer, die selber Inhalte produzieren, geben „Freude am Austausch mit anderen zu interessanten Themen“ als Grund für die Partizipation an. (Quelle: IBM Medienstudie 2008 Seite 10)

Wichtig sind positive Bewertungen anderer. Das fördert unseren Status als Experte. Doch ohne Publikum sind wir nicht motiviert und kennen den Kontext der Wissensverwendung nicht.

“Wir wissen nur was wir wissen, wenn wir es wissen müssen. Wir wissen mehr als wir erzählen können und wir erzählen mehr als wir aufschreiben können.” [David Snowden, Complex Acts of Knowing - Paradox and Descriptive Self Awareness]

Dem alten Wissensmanagement war das egal. Weiterlesen »

Dr. Alexander Stocker und Prof. Klaus Tochtermann vom Know Center Graz haben gemeinsam mit Dr. Nikolaus Krasser von der Pentos AG die Fallstudie zu Enterprise 2.0: Pentos AG – Nachhaltiges Mitarbeiter Blogging erarbeitet und soeben auf Enterprise 2.0 Fallstudien veröffentlicht.

Auszug Weblog A. Stocker zur Fallstudie:

Bei der vorliegenden Fallstudie handelt es sich um einen nachhaltigen Einsatz von Mitarbeiter-Weblogs in einem Klein- und Mittelbetrieb (KMU).

Hauptziel dieser bereits 2001 im Unternehmen eingeführten Mitarbeiter-Weblogs war die Verbesserung von Effektivität und Effizienz in der internen Mitarbeiter-zu-Mitarbeiter-Kommunikation. Ausschlaggebend für die Einführung der Weblogs war der empfundene Bedarf nach einer Verbesserung der Kommunikation auf der Seite der Geschäftsleitung. Die Stimulation einer verstärkten Interaktion der Mitarbeiter untereinander führte zu einer Verbesserung des Informationsflusses im gesamten Unternehmen, was sowohl berufliche als auch private Informationen betrifft. Die eigenständige und eigenmotivierte Kommunikation der Mitarbeiter über Ziele und Tätigkeiten hat zudem die Selbstreflektion bei den beteiligten Mitarbeitern gefördert. Die Mitarbeiter-Weblogs führten auch zu einer nachhaltigen Stärkung der partizipativen Unternehmenskultur.

Die vorliegende Fallstudie zeigt, dass ein Einsatz von Mitarbeiter-Weblogs auch in einem kleinen KMU trotz der Überschaubarkeit an Informationskanälen und der einfacheren Identifikation von Wissensträgern durchaus Gewinn bringend sein kann.

Weiterführende Links zum Artikel

Direktlink zur Studie in PDF

Weblog A. Stocker

Enterprise 2.0 Fallstudien

Vor kurzem wurde die ATLASSIAN User Group Austria – kurz AUGA – ins Leben gerufen. Die AUGA möchte Anwender, Experten und Interessierte von ATLASSIAN Produkten zusammenbringen. In den Meetings können Teilnehmer ihre Erfahrungen und Erfolge in der Gruppe teilen. Die Meetup Gruppe trifft sich drei bis vier mal im Jahr.


Ziele und Inhalte:

  • Austausch von Wissen rund um die Atlassian Produkte – Best Practices und Case Studies für bestehende und zukünftige User
  • Für System User und System Administratoren als auch Anfänger und fortgeschrittene Anwender
  • Netzwerken und Socializing
  • Spaß haben!

Atlassian Produkte:

  • Confluence Enterprise Wiki
  • JIRA Issue and project tracking
  • Crowd Single sign-on & identity management
  • Software Entwicklungs Tools: GreenHopper, FishEye, Crucible, Bamboo und Clover

Das erste AUGA Treffen findet am 30. September 2010 in Wien, im Raum D / quartier21 statt. Das erste Atlassian User Group – AUGA – Meeting soll Anwender und Entwickler gleichermaßen ansprechen. Ideen, dos and dont´s, Erfahrungen, Herausforderungen, Lösungen und Diskussionen rund um Atlassian Produkte sind die Themen. Pizza und Bier wird zur Verfügung gestellt.
;-)

Agenda und Anmeldung hier:
http://www.meetup.com/ATLASSIAN-User-Group-Austria/

Die Teilnahme ist kostenlos.

Die Einbeziehung von Social Media(web2.0) ist und wird immer wichtiger für Unternehmen. Also wenn ein Unternehmen sich in Richtung Enterprise2.0 bewegen will, dann sollte man über die folgenden Punkte nachdenken:

1. Introduce the purpose of social media

2. Be responsible for what you write

3. Be authentic

4. Consider your audience

5. Exercise good judgment

6. Understand the concept of community

7. Respect copyrights and fair use

8. Remember to protect confidential & proprietary info

9. Bring value

10. Productivity matters


Mehr dazu in dem Beitrag auf Mashable

Schon lange gross angekündigt – als Beta Version bereits weltweit stark im Einsatz – bei Enterprise 2.0 Tool-Vergleichen immer vorne dabei – und jetzt offiziell am 12. Mai 2010 in NYC gelauncht – Microsoft Sharepoint 2010.

Logo Sharepoint 2010

Das CMS Wire Magazin hat umfangreiche Informationen und Artikel zum MOSS2010 zusammengestellt bzw. Microsoft Inhalte dazu veröffentlicht – diese geben einen guten Überblick zur Leistungsschau des neuen Zugpferdes, zusammen mit Office 2010 und Windows 7 die aktuellen Top Produkte aus dem Hause Microsoft – wir sind gespannt, ob diese Produkte dies alles halten was hier angekündigt und versprochen wird – erste konkrete Anwendungen in  unserem Haus sind bis dato recht zufriedenstellend verlaufen…

Neben vielen anderen Software Anbietern bietet auch Atlassian zu Confluence Enterprise Wiki seit längerer Zeit eine Verbindung zwischen dem eigenen Produkt und Sharepoint an – Atlassian bietet den Confluence Sharepoint Connector im Portfolio an, um die Vorteile beider Welten – die von Sharepoint und Confluence – optimal verbinden und im Unternehmen einsetzen zu können! Mit der Verbindung der neuesten Versionen: Sharepoint 2010 und Confluence 3.2 ist nun eine enorm leistungsstarke Lösung für Enterprise 2.0 vom KMU Bereich bis hin zur Konzernlösung am Markt verfügbar!

Kurzbericht von Eric Swift (General manager Sharepoint 2010) zum Launch und seinen persönlichen Sharepoint 2010 Favourites:

Artikel und Infos zu Sharepoint 2010:

SharePoint 2010 Review: The New 6 Pillars of SharePoint (12.5.2010)

Microsoft Launches Office 2010, SharePoint 2010 For Business Users (12.5.2010)

5 Cool Things in SharePoint 2010 That You May Not Know About

Alle News & Article zu Sharepoint 2010 auf CMS Wire im Überblick

Produktwebsite Microsoft Sharepoint 2010

ORF Futurezone: Office 2010 startet für Unternehmen (12.5.2010)

SharePoint 2010 Review: The New 6 Pillars of SharePoint