01.04
2010
von Martin Kaltenböck - Kategorie: Kollaboration & Zusammenarbeit, Organisation & Unternehmenskultur, Wissensmanagement
Jenny Meyer vom ZEW, dem Zentrum für europäische Wirtschaftsforschung, hat 2009 ein Diskussionspapier erarbeitet, welches die Potentiale von Innovation von Dienstleistungen bei Nutzung von Social Software untersucht – und ist auf basi einer Befragung von über 500 deutschen Unternehmenn zum Ergebnis gekommen, dass Social Software eindeutig die Innovation von Dienstleistungen ermöglich bzw. erhöht! Weiters wurde untersucht, ob bei der Wissensbeschaffung externes oder internes Wissen hinsichtlich Innovation Unterschiede in sich birgt.
Auszug aus der Beschreibung des Discussion Papers
Soziale Software dient insbesondere der Kommunikation, Kooperation und Informationsweitergabe von Individuen und beinhaltet Anwendungen wie Blogs, Wikis oder Online- Communities. Diese Anwendungen sind alle webbasiert und selbstorganisierend. Soziale Software verbindet Nutzer und deren Wissen und basiert auf dem Prinzip der freien Inhalte. Damit besitzt sie verschiede Nutzungsmöglichkeiten, zum Beispiel im Bereich des Wissensmanagements. Aufgrund ihrer Anwendung im Wissensmanagement, wo sie Wissenstransparenz und neues Wissen erzeugt sowie den Wissensaustausch über einen schnelleren Zugriff auf Informationen, effizientere Kommunikation und angemessene Kennzeichnung und Verlinkung unterstützt, hat soziale Software das Potential, die Innovationsfähigkeit von Firmen zu unterstützen. Als theoretischer Rahmen dieser Studie fungiert eine Wissensproduktionsfunktion, die die Erzeugung neuen Wissens mit Hilfe von spezifischen Input-Faktoren erklärt. In dieser Wissensproduktionsfunktion, häufig als Innovationsproduktionsfunktion bezeichnet, stellt die Nutzung von sozialer Software die Aktivität der Wissensbeschaffung dar. Darüber hinaus versucht diese Studie herauszufinden, ob es einen Unterschied zwischen dem Einfluss der Wissensbeschaffungsaktivität gibt, je nachdem ob sie sich auf externes oder internes Wissen fokussiert. Basierend auf Daten von 505 deutschen Informations- und Kommunikationsdienstleistern und wissensintensiven Dienstleistern, kommt diese Studie zum Ergebnis, dass Firmen, die soziale Software einsetzen, eine höhere Innovationswahrscheinlichkeit haben. Unter Berücksichtigung vorhergehender Innovationsaktivitäten der Firma und ihrer bisherigen Neigung, neue Technologien einzusetzen und Abläufe zu verändern, deutet die Analyse auf eine Kausalität hin, die von sozialer Software zu Dienstleistungsinnovation verläuft. Die Analyse zeigt keine robusten Ergebnisse zum Einfluss der Wissensbeschaffung, je nachdem ob diese sich auf externes oder internes Wissen fokussiert. Daher ist es nicht möglich eine Aussage hinsichtlich des Unterschieds zwischen dem Einfluss von internem oder externem Wissen auf Innovation zu treffen.
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