Schon gesehen? Teil 1 dieser Serie: Revolution des Wissens: Der Wikipedia Irrtum

Was bisher geschah…

  1. Wissen zu teilen ist immer freiwillig, niemand kann dazu gezwungen werden.
  2. Wir teilen Wissen, wenn wir das richtige Publikum haben, das uns motiviert und Kontext schafft.
  3. Social Software allein ist nicht die Lösung für die alten Probleme des Wissensmanagement.

Gibt es ein neues Wissensmanagement?
NEIN kein neues Wissensmanagement.
JA Menschen werden vernetzt – keine Festplatten!
Es geht nicht mehr um die Lagerung von Wissen sondern um Wissen Just In Time.

Das passiert in formalen Netzwerken

und viel häufiger in informellen Netzwerken.

Mittleres Verhältnis zwischen formalen und informellen Netzwerken im Unternehmen. ["Liberating knowledge", Snowden, D., Introductory Chapter, 1999, CBI Business Guide]

Wie vernetzt der Chef die richtigen Menschen? Gar nicht. Wir konzentrieren uns auf die tägliche Arbeit. So wie Brad. Brad arbeitet in der Entwicklung eines großen Zulieferers der Automobil- industrie. Brad und seine Kollegen müssen ein kleines Projekt schnell zum Erfolg bringen.

Brads Team nutzt dafür Social Software(Wiki, Blogs , Office Integration, Suche,…) Sie erfassen und priorisieren Anforderungen im Wiki (Einfaches Management großer Stakeholdergruppen und Transparenter Prozess der Priorisierung) posten Statusbericht und Wiki Protokolle im Blog. Die Inhalte können mehreren Kategorien zugeordnet werden und später besser wiedergefunden.

  1. Automatische Zusammenfassung von Statusberichten
  2. Kommunizieren im Team via Wiki Microblog Blog Microblog
  3. Verteilte Teams bleiben auf dem Laufenden
  4. Auch kleine Ideen, Hinweise, Kommentare werden so für alle transparent und nutzbar gemacht

Sie erstellen und diskutieren

  1. Wiki Texte
  2. Blogeinträge
  3. Microblogmeldungen
  4. Foreneinträge

Vorteile

  1. Inhalte und Diskussion an einer Stelle: weniger E-Mail Verkehr
  2. Problemlose Einbindung anderer Formate (Excel, Visio, …)
  3. einfacher Export (PDF,Word)

Sie bleiben über RSS auf Wiki dem Laufenden

  1. Transparenz über den aktuellen Bearbeitungsstatus
  2. Eindämmung der Informationsflut (E-Mails)
  3. Ich entscheide, was mich interessiert!

Brad ist begeistert von den Möglichkeiten sozialer Software

  1. Verbesserte Zusammenarbeit und Kommunikation.
  2. Mehr Transparenz über den Projektfortschritt.
  3. Weniger E-Mails und Abstimmungsmeetings.
  4. Projekte werden schlanker und effizienter.

Das spricht sich rum. Soziale Software breitet sich aus, findet weitere Einsatzgebiete und verlangt eine neue Kultur der Offenheit

  • Kultur 1.0 „Welche Informationen wollen wir freigeben?“
  • Kultur 2.0 „Welche Informationen müssen wir schützen?“

Auch bei Lisa ist es angekommen. Sie nutzt Wiki und Blog für ihre Projekte.

  1. Sie bleibt mit RSS über den Projektstatus auf dem Laufenden.
  2. Sie sagt ihre Meinung im Mitarbeiterblog.
  3. Sie koordiniert Stakeholder per Wiki.

In einer Diskussion zu findet sie Brad! …und Christie und Bill.

Warum funktioniert das jetzt? Weil unsere tägliche Arbeit ganz automatisch Publikum und Kontext schafft und damit Motivation, Wissen zu teilen. Wissen zu teilen, ist ein Nebeneffekt der täglichen Arbeit! Während dieser täglichen Arbeit, hinterlassen wir Spuren im System.

  1. Dokumente
  2. Diskussionen
  3. Meinungen
  4. Meetings
  5. Kommentare
  6. Links
  7. Tags

weche die Social Software sehr transparent macht.

  1. Social Software vernetzt Inhalte.
  2. Social Software vernetzt Inhalte mit Menschen.
  3. Social Software vernetzt Menschen.

Wenn Social Software als übergreifende Plattform verstanden und in der täglichen Arbeit eingesetzt wird, dann wird aus einer hierarchischen Sicht

volle Transparenz über Themen, Experten und (informelle) Netzwerke.

  1. So finden sich schneller die richtigen Ansprech- partner und können gemeinsam neue Ideen entwickeln.
  2. Es geht nicht mehr nur darum, das beste Dokument zu lesen, sondern vor allem darum, den besten Ansprechpartner zu finden.
  3. Mit Social Software können wir Netzwerke aufbauen, pflegen und anderen transparent machen. Doch der erfolgreiche Einsatz erfordert die richtigen kulturellen, technischen und organisatorische Rahmenbedingungen.
  4. Hier endet Web 2.0 und Enterprise 2.0 betritt die Bühne: Rahmenbedingungen müssen aktiv gestaltet werden.

Lesen sie hier weiter: Wie gestalte ich ein Enterprise 2.0?

(Quelle: Die Entdeckung des Menschen: Wissensmanagement im Enterprise 2.0)

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